In einer Wissensbilanz zählt der Humanwert (Humankapital)
DIE KREDITWÜRDIGKEIT UND DER KAUFPREIS EINES BETRIEBES WURDE BISHER VOR ALLEM DURCH FINANZZAHLEN UNTERMAUERT

Sedat Özcelik, Prof. Dr. HG Lindner, Prof. Günter Koch
Da die bestehenden Probleme der Klassischen Wissensbilanz und ähnlicher Projekte zu viel Ablehnung und Unverständnis in Unternehmen und Organisationen ob der praktischen Anwendbarkeit führten, hatten diese Modelle kaum echte Chancen, sich im unternehmerischen Alltag zu etablieren. Zu groß ist bei diesen Modellen die Diskrepanz zwischen Anspruch und betriebswirtschaftlicher Wirklichkeit.
Größtes Manko dieser Modelle war immer die Messbarkeit nichtmonetärer Unternehmenswerte, ihre klare Bewertung und der Mangel an vergleichbarem Zahlenwerk. So war eine auf dieser Basis erstellte Wissensbilanz meist nur ein Worturteil bezüglich des vorhandenen Humankapitals, Strukturkapitals und Beziehungskapitals. Mangels objektiver Vergleichswerte hatten diese Wissensbilanzen auch immer eine recht starke subjektive Färbung, bedingt durch die Sichtweise der Menschen, die eine solche Wissensbilanz aufgestellt haben.
Ganz andere Wege geht hier von Beginn an die Wissensbilanz 2.0. Aufgesetzt auf dem computergestützten System Seneca bietet die Wissensbilanz 2.0 erstmals die Möglichkeit, immaterielle Werte in Zahlen und Fakten dazustellen. Auf der Basis einer überaus breiten Datensammlung aus allen relevanten Bereichen werden hier vergleichbare Klassifizierungen vorhandenen und erforderlicher Kenngrößen vorgenommen. Die Darstellung immateriellen Vermögens ist mit dem System Seneca sogar in monatären Werten, etwa Euro und Cent, möglich! Damit geht die Wissensbilanz 2.0 den Weg weg von der subjektiven Wahrnehmung und wortreichen Einschätzung vermeintlich vorhandener Werte hin zur nachprüfbaren, vergleichbaren und im wirtschaftlichen Umfeld vor allem objektiven Bewertung immaterieller Werte von Unternehmen und Organisationen in allen Bereichen. aus einer Vision ist mit der Wissensbilanz 2.0 und Seneca eine betriebswirtschaftlich anwendbare Wirklichkeit geworden.
Damit erschließen sich für die Anwender der Wissensbilanz 2.0 völlig neue Möglichkeiten bezüglich der Bewertung immateriellen Vermögens. Die Bandbreite der möglichen Anwendungen des Systems ist sehr breit und bislang mit Sicherheit nicht voll ausgeschöpft. Nicht nur die Benennung nicht monetären Vermögens von kleinen und mittleren Unternehmen wird nunmehr möglich, auch die Beurteilung der Kreditwürdigkeit durch Banken und Sparkassen kann neu qualifiziert werden. In Non-Profit-Unternehmen und Verwaltungen besteht die Möglichkeit, Mitarbeiterentscheidungen losgelöst von rein betriebswirtschaftlichen Erwägungen klar zu treffen. Der Bestand an verwertbarem Mitarbeiterwissen, der Bedarf an Qualifikation und Weiterbildung, mögliche Multiplikatoren und die Auswirkungen von Veränderungen in der Gruppe des Managements und der Mitarbeiter können mit Seneca sichtbar gemacht werden. Bezüglich des Strukturkapitals können klare Aussagen zum Wert der vorgefundenen Strukturen gemacht werden. Das Szenario von Veränderungen innerhalb der bestehenden Strukturen gibt Aufschluss über Veränderungen der Wertigkeit und hilft diesbezügliche Entscheidungsprozesse auf sichere, unabhängige Füße zu stellen.
Beziehungskapital wird messbar, da auch die Beziehungen zu Zulieferern, Kunden, Vertriebsstrukturen und anderen auf der Grundlage klar nachvollziehbarer Zahlenwert vernünftig eingeordnet werden können.
Damit bietet die Wissensbilanz 2.0 nicht nur eine hervorragende Basis für ein professionelles und effektives Wissensmanagement sondern vor allem auch für die Bewertung und Weiterentwicklung aller immaterieller Unternehmens- und Organisationswerte.
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Hintergrundfakten und Infos: http://www.wissensbilanz.de










